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Digitale Transformation: Bürde oder Chance?
Sicher und erfolgreich durch die digitale Transformation

„Digital first. Bedenken second.“ war wohl einer der markigsten Wahlkampfslogans der letzten Bundestagswahl. Auch wenn der Spruch null differenziert ist und deshalb zurecht kritisiert wird, hat er doch einen wahren Kern: Deutschland hinkt hinterher, wenn es darum geht, die Voraussetzungen für eine rasche Digitalisierung zu schaffen. Das gilt für die Politik wie auch für einen großen Teil der etablierten Wirtschaftswelt. Bei vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen herrschen bspw. noch immer Sicherheitsbedenken vor, wenn es darum geht, interne Daten in Rechenzentren auszulagern oder gar IT-Services aus der Cloud abzurufen. Ein Umdenken ist hier längst überfällig: Die digitale Transformation sollte nicht als Bürde, sondern vielmehr als Chance verstanden werden.

Die sukzessive Urbarmachung des Internets hat vor Jahren eine Lawine in Gang gesetzt, deren disruptive Ausmaße nur die wenigsten für möglich gehalten hätten. Während wir im Privaten längst von den Segnungen des digitalen Wandels profitieren, man denke nur an Smartphones, Online-Videotheken oder Shopping-Portale, stehen viele Unternehmen noch immer geradezu ohnmächtig vor den Herausforderungen der digitalen Transformation. Während das Internet fast täglich neue disruptive Geschäftsmodelle hervorbringt, die oftmals mit rasanter Geschwindigkeit den Markt erobern, fürchten viele der etablierten Firmen um ihre Wettbewerbsfähigkeit. Generell herrscht Kostendruck, der zu allem Überfluss begleitet wird von der Furcht vor Fehlinvestitionen in einem Bereich, für den sich bis vor kurzem noch niemand zuständig fühlte – insbesondere im Mittelstand, wo die Funktion eines „Chief Digital Officers“ oder CDOs nahezu unbekannt ist. Ferner gilt es als Arbeitgeber dem Bedürfnis einer neuen Generation Sorge zu tragen: Die Generation Y liebt es flexibel zu sein! Dazu gehört vor allem der Einsatz mobiler Devices sowie die Verwendung völlig neuer Kommunikationskanäle und Netzwerkplattformen. Email? War gestern! Heute dominieren Slack und andere Messenger den Markt!

Und so schallt es derzeit von allen Dächern: Wer seine Marktposition nicht verlieren möchte sondern an Wachstum denkt, muss sein Unternehmen schnellstmöglich in die Digitale Transformation führen – allerdings scheint keinem so richtig klar zu sein, womit dieser Prozess eigentlich beginnt, was er genau beinhaltet und wann dieser Vorgang abgeschlossen sein wird.

 

Segnungen der Digitalen Transformation

Zur Beantwortung lohnt es, sich diesen augenscheinlich alles tragenden Begriff der Digitalen Transformation näher anzuschauen. Viele mittelständische Unternehmen verbinden damit aus den genannten Gründen noch immer mehr Last als Freude. Doch im Privaten hat die digitale Transformation längst Einzug gehalten: Wer will sich heute noch ernsthaft ein Leben ohne Smartphone vorstellen? Ohne Online-Banking, ohne 24h-Service bei Amazon, ohne digitale Medien und Bekanntschaften auf Twitter, Xing oder Facebook?

Und allen Unkenrufen zum Trotz sieht es in der Unternehmenswelt nicht anders aus: Welches Unternehmen leitet heute nicht einen Großteil seines wirtschaftlichen Erfolgs aus den Segnungen digitaler Prozesse und seiner Präsenz im Internet ab? Man denke nur an digital abrufbare Produktkataloge, E-Commerce oder den kundenfreundlichen Zugriff auf Servicedienstleistungen?

Neue disruptive Geschäftsmodelle erobern den Markt

Sebastian Rohr, Technischer Geschäftsführer und Mitbegründer des Beratungsunternehmens accessec GmbH, hält Vorträge über die Digitale Transformation und warnt vor diesbezüglichen Missverständnissen: „Digitale Transformation meint nicht die kleinteilige Digitalisierung eines Geschäftsprozesses. Sie zielt vielmehr darauf ab, vollkommen neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.“ Die neuen, digitalen Möglichkeiten sollten deshalb als Chance für das eigene Unternehmen begriffen werden. „Es geht primär darum, sich ohne Angst den neuen Aufgaben zu stellen und den Blick nach vorne zu richten. Dabei lohnt es sich am meisten ohne geistigen Ballast – etwa das etablierte Vertriebsmodell oder die Art der Kundenbetreuung – neue Visionen für die eigene Ausrichtung zu entwickeln und mit frischen Ideen zu bestimmen wohin die Reise gehen soll.“ Neue, disruptive Geschäftsmodelle ziehen die Aufmerksamkeit magisch an: auch ohne Beispiele wie Uber und DriveNow bei der Mobilität oder Amazon und Zalando im Handel anführen zu müssen. „Selbst kleinste Unternehmen sind heute in der Lage sich digital zu transformieren und neue Horizonte zu erreichen. Jede vermeintliche „Currywurstbude an der Ecke“ kann über eine geschickte Positionierung und eine ausgefeilte Social-Media-Strategie zu überregionalem Erfolg gelangen, wenn beispielsweise via Facebook eine virale Massenresonanz auf ihre Produkte erzeugt werden kann.“

Sebastian Rohr, Geschäftsführer  der accessec GmbH, berät Unternehmen hinsichtlich IT-Sicherheit und digitale Transformation:

„Die Digitale Transformation ist nicht die Digitalisierung eines Geschäftsprozesses, sondern zielt vielmehr darauf ab, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Selbst kleinste Unternehmen sind heute in der Lage sich digital zu transformieren."

Mehr Mut für innovative Ideen

Sebastian Rohr fordert deshalb gerade kleine und mittelständische Unternehmen dazu auf, althergebrachte Geschäftsmodelle neu zu überdenken – denn der zukünftige Wettbewerb sieht anders aus. „Heute können es sich nur noch wenige, große Konzerne leisten, in Bahnen solider Wertentwicklung und langfristiger Umsatzsatzsteigerung zu denken – und nicht mal die, man denke nur an den Niedergang von Nokia.“

Die bereits genannten Beispiele wie Uber und Airbnb zeigen, wie etablierte Geschäftsmodelle durch neue Mitbewerber komplett ins Wanken geraten bzw. komplett verschwinden – denken wir nur an Netflix und andere On-demand-video-Anbieter und das allmähliche Sterben der Videothemen, „Der wirkliche Durchbruch von Amazon kam erst in dem Moment, als zusätzlich zum Warenhandel innovative, neue, disruptive Leistungen in Form von Amazon Webservices angeboten wurden, beispielsweise das Streaming digitaler Medien.“ Deshalb gehe es in diesem neuen Zeitalter vor allem darum, die eigenen Strategien mithilfe der neuen Technologien zu erweitern und nicht in althergebrachten Denkmodellen zu verharren.

 

IT-Sicherheit als Enabler

So vielfältig die Möglichkeiten und Chancen der Digitalisierung auch sind, so bedrohlich wirken auch die damit verbundenen Gefahren und Risiken. Sowohl Staaten als auch Unternehmen sehen sich immer häufiger im Fadenkreuz von Cyberangriffen. Sicherheitsbedenken gegenüber der digitalen Transformation seien deshalb nicht unberechtigt, sollten aber einer Weiterentwicklung nicht im Wege stehen. „IT-Security ist integraler Bestandteil und dient als absoluter Enabler für die Entwicklung neuer, digitaler Geschäftsmodelle“, erklärt Sebastian Rohr, der schon eine Vielzahl an Unternehmen in punkto IT-Sicherheit beraten hat. Das Paradebeispiel findet sich auch hier im Privaten. „Wer würde heute über einen Onlineshop auch nur ein einziges Produkt bestellen, wenn er dazu nicht eine verschlüsselte Verbindung nutzen könnte? Wer würde Online-Banking betreiben, ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen?“

Warum warten?

Eine absolute Sicherheit wird es demnach nie geben, im Gegenteil – die Qualität der Cyberangriffe verbessert sich und wird auch in ihrer Häufigkeit zunehmen. Wer sich mit Ideen der digitalen Transformation beschäftigt, sollte sich zwar sputen, aber dabei nie die Anforderungen der Sicherheit aus den Augen verlieren. Sowohl Bestandssysteme als auch neu geplante Systeme müssen nachhaltig sicher sein. Automobilkonzerne investieren mitunter Millionen, um ihre Produktionsanlagen vor Hackerangriffen zu schützen. Aber auch kleine und mittelständische Unternehmen sind verpflichtet, sich um die Sicherheit ihrer Daten zu bemühen. Dazu gehört allem voran das eigene Unternehmensnetzwerk sowie sämtliche Anbindungen daran, beispielsweise externe Lager, Filialen oder Niederlassungen.

 

Möglichkeiten ausschöpfen

Einen anderen Aspekt bringt der Ettlinger Anbieter für Unternehmenslösungen oxaion in die Gleichung. „Viele Unternehmen nutzen nach wie vor heterogene IT-Insellösungen“, konstatiert oxaion-Geschäftsführer Marcel Schober. „Um jedoch sicher und erfolgreich in die digitale Transformation zu starten, sollten diese in homogene IT-Landschaften integriert und auf plattformübergreifende Lösungen eingebunden werden.“

Das dazugehörige Rüstzeug bietet der Softwarehersteller seinen Anwendern schon jetzt. „Unsere plattformunabhängige Lösung oxaion open orientiert sich in punkto Flexibilität und Sicherheit bewusst an den gestiegenen Anforderungen innerbetrieblicher IT-Infrastrukturen“, so Marcel Schober. „Mit unseren Managed Services bieten wir zudem ein umfassendes Hosting-Angebot, das Anwendern einen schnellen und flexiblen Zugriff auf eine sichere, cloudbasierte virtuelle Server-Umgebung erlaubt.“ Die Dienstleistungen reichen von maßgeschneiderten Managed Services über die kurzzeitige Bereitstellung von Rechenleistung bis hin zur Langzeitarchivierung.